13. März 2023
Mit den großen Shopping-Events Black Friday, Cyber Monday und Weihnachten in Sichtweite ist der November der perfekte Zeitpunkt, um sich vor den „New Year, New You“-Preiserhöhungen noch ein starkes Angebot auf neues Fitness- und Trainingsequipment zu sichern.
Als wissenschaftlich fundierte, personalisierte Indoor-Cycling-App ist CicloZone ohnehin die erste Adresse für ein motivierendes, immersives und ergebnisorientiertes Indoor-Cycling-Erlebnis. Wer jedoch in ein neues Bike investieren möchte, sollte zuvor einen Blick auf die Tests unseres Gründers Darren Lee zu den Top 5 Indoor-Bikes werfen – und zwar zuerst auf…
Peloton
Überblick
Das Phänomen Peloton hat die Welt im Sturm erobert und in den letzten sechs Jahren die Spin-Class-Atmosphäre der kommerziellen Fitnessstudios direkt ins Wohnzimmer gebracht. „Superstar“-Instruktoren liefern auf dem Bike motivierende, musikbasierte Rhythmus-Rides, angereichert mit einem Hauch Datenanzeige und einer Prise Wettkampf.
Stärken
Das Bike wird natürlich mit einem großen Touchscreen ausgeliefert, über den sich die riesige Peloton-Bibliothek an On-Demand-Kursen sowie diverse Live-Klassen abrufen lassen. Das Bike selbst ist schlicht ein klassisches Indoor-Cycle mit Standardrahmen, wie man es seit den 1990er-Jahren kennt – aus der Zeit des Tomahawk ICE – mit modern aufgemachter Optik. Sattelhöhe und -position lassen sich einfach anpassen, und auch der Lenker kann in gleicher Weise eingestellt werden.
Das Bike berechnet die Leistung über einen Algorithmus, der auf dem Widerstand und der Trittgeschwindigkeit basiert. Diese Daten werden in Live-Klassen eingeblendet, damit Sie sich mit anderen Fahrern derselben Session messen können. Die Leistung lässt sich über den klassischen Widerstandsregler unterhalb des Lenkers steigern. Der Lauf ist gleichmäßig und komfortabel – allerdings merkt man beim Fahren schnell, dass das Bike nicht dieselbe Studio-Qualität hat wie manche andere Modelle am Markt.
Schwächen
Da ist zunächst natürlich der Preis. Mit fast 2.000 $ ist dieses Bike ein teures Stück Technik, dazu kommen monatliche Abokosten von 20 $ aufwärts für die Peloton-Bibliothek.
Zweitens verfügt das Bike in dieser Preisklasse weder über einen Dehnungsmessstreifen noch über einen direkten Leistungsmesser, sondern stützt sich vollständig auf den Algorithmus. Das bedeutet, dass die Kalibrierung im Vergleich zu exakteren Leistungsmessgeräten problematisch sein kann – und für ambitionierte Fahrer sind die Abweichungen durchaus deutlich.
Für mich liegt das Hauptproblem jedoch bei den Klassen selbst. Die meisten sind rund um Rhythmus und Beat der Musik aufgebaut, ohne jeden Versuch, eine saubere Trainingsmethodik für Indoor-Cycling anzuwenden. Damit bleibt die Intensität vollständig in der Verantwortung des Fahrers – und Sie können nicht sicherstellen, dass Sie in Ihren Klassen hart genug oder nicht zu hart arbeiten. Als Trainingsgerät fällt es im Vergleich zu anderen verfügbaren Plattformen deutlich zurück.
Fazit
Peloton hat weltweit eine riesige Fangemeinde, und die angebotenen Klassen sprechen viele Menschen an. Da es sich hier aber um einen Bike-Test handelt, müssen wir das Rad allein betrachten – ohne Display und Klassenbibliothek.
Das Bike selbst ist teuer und nicht von höchster Qualität, und auch die Qualität der Klassen – rein aus Sicht des radsportlichen Trainings – ist im Vergleich zu anderen Plattformen mit geführten Kursen ausgesprochen schwach.