13. März 2023
Keiser
Überblick
Die legendäre Bike-Serie der Keiser Corporation mit Sitz in Fresno, Kalifornien. Die Räder werden tatsächlich von denselben Ingenieuren gefertigt, die sie entwerfen – daher steht hinter dem legendären Design auch eine ebenso legendäre Verarbeitungsqualität.
Zur Reihe gehören das M3i/M3i Lite sowie das Standardmodell M3. Der wesentliche Unterschied liegt in der Bluetooth-Anbindung des „i“-Modells. In diesem Test konzentrieren wir uns ausschließlich auf die Bluetooth-Varianten; das Standard-M3 wird in unseren kommenden Reviews zu nicht vernetzten Bikes behandelt.
Stärken
Als Heimgerät sind sie wegen ihrer kompakten Abmessungen und geringen Stellfläche eine sehr gute Wahl. Sie zählen zu den kleinsten und leichtesten Indoor-Bikes am Markt und tragen dennoch ein Körpergewicht von bis zu 150 Kilogramm. Das macht sie ideal zum Umstellen in der Wohnung und für kleine Ecken in Schlafzimmern oder Fluren, gerade wenn der Platz knapp ist.
Das M3i Lite verfügt über den kleineren, fest montierten TT-Lenker im M3-Stil, während das M3i mit einem deutlich größeren, verstellbaren Lenker ausgestattet ist. Das macht die Lite-Version ideal für Haushalte mit etwas eingeschränktem Platzangebot, da das gesamte Bike kompakter und leichter zu bewegen ist. In der gesamten M-Serie ist der Lauf besonders leise und komfortabel – dank eines vollständig einstellbaren, geometrischen Rahmens und eines Antriebs über einen flachen Poly-V-Riemen statt einer Kette oder eines Zahnriemens.
Auch das Widerstandssystem des Keiser M3 ist herausragend: Ein Schalthebel am Lenker steuert 24 Gänge, die zusammen mit RPM, Kalorien, Leistung, Distanz und – bei kompatiblem Brustgurt – der Herzfrequenz auf dem Lenkerdisplay angezeigt werden.
Bereits 2006 war Keiser der erste Hersteller, der seine Bikes mit einem Leistungsmesser ausstattete, sodass Fahrer die bei bestimmten Kombinationen aus Kadenz und Widerstand erzeugte Leistung ablesen konnten. Damit wurde ein gezielteres Training und Leistungsprofiling auf dem Indoor-Bike möglich, analog zur Technologie auf der Straße.
2014 kam mit dem M3i das Spitzenmodell der M-Serie auf den Markt – mit bahnbrechendem BLE Bluetooth 4.0, wodurch die Bike-Daten an Apps und Medien übertragen werden können, um Training und Fahrten aufzuwerten.
Schwächen
Nachteile sind bei den Bikes der M-Serie selten, doch die Konkurrenz ist Keiser inzwischen gefolgt und hat den Hersteller in einigen Bereichen sogar überholt.
Das Fehlen einer ANT+-Anbindung und die fehlende direkte Verbindung zu Peloton oder Zwift – den beiden beliebtesten Medienplattformen – ist für manche ein deutlicher Minuspunkt. Mit Anwendungen wie CicloZone, die sich nahtlos mit dem M3i verbinden, gibt es jedoch zunehmend Alternativen, die genau dieses Problem lösen.
Fazit
Unserer Meinung nach wird Sie der Kauf eines Keiser-Bikes der M-Serie nie enttäuschen. Es verdient voll und ganz seinen Ruf als das erfolgreichste Indoor-Bike aller Zeiten. Perfekt für den allgemeinen Indoor-Cycling-Einsatz: Dieses Bike stellt nahezu jede Fahrerin und jeden Fahrer zufrieden – mit Ausnahme der ambitioniertesten Leistungssportler.
Wegen des Lenkerkonzepts und des günstigeren Preises ist das M3i Lite das herausragende Modell der Reihe und erhält von uns den „Star Bike Award 2020“. Ob jung oder alt – jedes Bike der M-Serie ist ohnehin eine hervorragende Wahl.