13. März 2023

13 März 2023

13. März 2023

SCHWINN AC Power

Überblick

Schwinn trägt wohl den bekanntesten Namen aller Bike-Marken im Fitnessmarkt und produziert bereits seit den 1960er-Jahren Rennräder und Heimtrainer. Einst das Indoor-Bike der Wahl in jedem gehobenen Studio, hat die Marke in den letzten Jahren gegenüber der Konkurrenz an Boden verloren. Eingefleischte Fans werden Ihnen dennoch sagen, dass nichts sich so gut fährt und anfühlt wie ein Schwinn Indoor-Bike. Schauen wir es uns an…

Stärken

Da ist zunächst der Name. Schwinn steht seit Jahrzehnten für Qualität und Radsport. Der Einstieg in den kommerziellen Markt für leistungsgesteuerte Indoor-Bikes ist das AC Performance mit dem 4iiii-Dehnungsmessstreifen an der Kurbel und der Echelon-2-Konsole.

Auch optisch macht das Bike einiges her. Das Design ist zwar klassisch und seit den 1990er-Jahren bekannt, hat sich jedoch bewährt, und durch den Rohrrahmen wirkt das Bike insgesamt moderner. Vertikale und horizontale Einstellmöglichkeiten an Lenker und Sattel sorgen für eine gute Sitzposition. Der Antrieb nutzt denselben Carbon-Blue-Riemen wie das Stages SC3 und ist damit wartungsfrei. Die Echelon-2-Konsole liefert während der Fahrt alle nötigen Informationen – von der Leistung bis zu den RPM – und ist ANT+-fähig, sodass sie sich mit den beiden größten Trainingsplattformen am Markt, Peloton und Zwift, verbinden lässt.

Schwächen

Das AC Performance mit 4iiii-Leistungsmesser kostet über 2.000 $ und liegt damit auf demselben Niveau wie die übrigen getesteten Bikes.

Das Hauptproblem: Die Echelon-Konsole ist ausschließlich ANT+-fähig, was die möglichen Anwendungen und Trainingsformen deutlich einschränkt. Das AC Performance versucht mit aller Macht, ein Stages SC3 zu sein – ohne es ganz zu erreichen. Der 4iiii-Leistungsmesser an der Kurbel spielt nicht in derselben Liga wie der Dehnungsmessstreifen von Stages, und ungenaue Leistungsdaten führen dazu, dass Ihr tatsächliches Niveau kaum korrekt abgebildet wird. Bei der Verbindung zu kompetitiven Trainings-Apps wie Zwift oder Rouvy wird das zum echten Problem. Die Peloton-Anbindung ist in Ordnung – aber wer dieses Bike allein für Peloton kauft, sollte sich fragen, warum er nicht gleich das Peloton-Bike mit dem großen Touchscreen gewählt hat.

Fazit

Für diesen Preis könnte Schwinn aus meiner Sicht ein deutlich stimmigeres Gesamtpaket abliefern. Während die Konkurrenz relativ vollständige Lösungen für die Anforderungen des heutigen Marktes bietet, hinkt Schwinn noch etwas hinterher. Eingefleischte Schwinn-Fans lassen sich natürlich nicht umstimmen. Wer sein Training im Indoor-Cycling jedoch ernst nimmt und mehrere Apps einbinden möchte, wird nach einer guten Beratung eher zu einem der Bikes greifen, die das besser beherrschen als das Schwinn AC Performance.

7/10

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